DFG Baden-Baden
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05/17/14

Ausflug nach Rosheim und Obernai

Bericht: Friedemann Moll
Bilder: Gerhard Kesselhut

Zum Frühjahrs-Rendez-vous am 17. Mai kamen 23 Baden-Badener (per Bus) und unsere Colmarer Freunde (etwas weniger zahlreich, per Fahrgemeinschaften) nach Rosheim, etwa 30 km westlich von Strasbourg. Nicole Couratier, Präsidentin des CFA, hatte jeweils eine Führung in deutscher und französischer Sprache bestellt. Dies war sehr hilfreich für das Verständnis der Kirche St-Pierre-et-Paul  als Vorzeigebeispiel gut erhaltener elsässischer Romanik (um 1200) mit abwechslungsreicher Fassadengliederung in hellem Sandstein, mit Stützwechsel zwischen dem Mittel- und den Seitenschiffen, mit symbolträchtigem Skulpturenschmuck an Kapitellen, am Giebel, an Traufen, Vierungsturm und Chorapsis. Aus Anlass einer Hochzeit erklang die im unvollendet gebliebenen Chorturm versteckte Silbermann-Orgel.

Hinweise auf die lange Stadtgeschichte erhielten wir dann vor den Toren der ehemaligen Stadtbefestigungen, vor der durch klassizistsche Fassade verfremdeten zweiten romanischen Kirche St-Etienne und am „Maison romane“, dem, wie es heisst, ältesten erhaltenen 2-stöckigen Wohn-und Lagerhaus des Elsass.

Einige Teilnehmer hatten inzwischen in einer Pâtisserie oder Bar pausiert; aber den Start für das nach Wanderern und Spaziergängern getrennte Programm wollte keiner verpassen. Für die Ersteren ging es auf sonnenbeschienenem Pfad entlang einer mittleren Anhöhe, vorbei an einem Kloster oberhalb von Bischoffsheim in Richtung Obernai. Unterwegs lockten die ersten reifen Kirschen zum Naschen (im Ausmass vertretbaren Mundraubs!). Auf der 7-km-Strecke erhielten wir auch Auskunft über eine grössere, im Tal gelegene Industrieanlage (die Kronenbourg-Brauerei u.a.) und gelangten schliesslich zum „Mont National“, imposantes Denkmal für die im 2. Weltkrieg gefallenen „Malgré nous“. Von hier hatten wir auch einen herrlichen Blick auf Obernai am Fuss des Berges. Dort waren die Spaziergänger längst mit Bus oder PKW angekommen, hatten Zeit zur Einkehr, zur Entdeckung (per pedes oder mit dem „petit train“) des Orts, der als ehemals freie Reichsstadt wie Rosheim noch mittelalterliche Befestigungen besitzt und den Touristen mit schmucken Fachwerkhäusern erfreut.

Um 19 Uhr war Termin für erneutes Beisammensein, und zwar im Restaurant „La Dîme“, wo wir in gemischten Reihen die Gelegenheit nutzten zu deutsch-französischen Gesprächsrunden, ehe wir uns nach 21:30 Uhr auf die getrennten Heimwege machten.