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Reise nach Brüssel vom 6. bis 9. Mai 2011

Bericht: Friedemann Moll
Bild: Dr. Ulrich Stier

 

Begeistert zurück von Brüssel

 

Die Deutsch-Französische Gesellschaft, deren Statuten sich am Ideal Europäische Einheit orientieren, organisierte für interessierte Mitglieder einen viertägigen Aufenthalt im 5-ICE-Stunden entfernten Brüssel.

 

Bei der Europäischen Kommission bot uns der zuständige Besucherdienst ein dreiteiliges Programm : Information über die im Lissabon-Vertrag (2007) festgelegte Kooperation der Kommission mit den andern Europa-Institutionen (Europäischer Rat, Rat der Minister, Europäisches Parlament). Danach Begegnung mit jeweils einem Beamten aus den Generaldirektionen « Erweiterung » und «Gesundheit und Verbraucher ». Gerade diese Referenten, die auch auf unsere Fragen und Argumente eingingen, konnten an aktuellsten Beispielen verdeutlichen, wieviel präzise Kleinarbeit und Spezialkenntnisse nötig sind, um Interessen von 27 Mitgliedstaaten zu bedienen. Es war ein Vormittag mit wertvollen Einblicken in konkrete Europapolitik.

 

Die Stadt Brüssel ist freilich auch reich an Spuren der europäischen Kulturgeschichte. Dies wurde deutlich im Musée des Beaux-Arts vor eine Gemäldeauswahl bahnbrechender flämischer Meister des 15. und 16. Jahrhunderts, oder beim Rundgang durch den Stadtteil Ixelles, wo gut erhaltene Hausfassaden und das Wohnhaus des Architekten V. Horta Aufschluss gaben über Brüsseler Besonderheiten des europäischen Jugendstils um 1900.

 

Mit ins Programm aufgenommen waren auch Fototermine auf der Grand’Place mit dem barocken Schmuck der Zunfthäuser, oder ein Bummel durch die Marolles mit dem grossen, täglichen Flohmarkt. Unsere Aufmerksamkeit galt auch Sehenswürdigkeiten neueren Datums : das dem Surrealisten Magritte gewidmete Museum oder die teils in Gassen versteckten grossflächigen Wandbilder mit lustigen Motiven aus Comics belgischer Vertreter dieser sogenanten 9. Kunst. Es blieb  Zeit zum Verweilen auf einer sonnenbeschienenen Terrasse der vielen Cafés, auch zur Pralinen-Kostprobe in einer Confiserie. Und abends liessen wir uns beim gemeinsamen Dîner den guten Ruf Brüsseler Gastronomie bestätigen. Fazit : ein DFG-Erlebnis voll schöner Erinnerungen.