DFG Baden-Baden
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22.02.2011

Gourmet Abend im „Jardin de France“

Bericht: Dr. Heinrich Niederer
Bilder: Gerhard Kesselhut

Für ihren ersten Gourmet Abend hat die DFG Baden-Baden das hiesige Ein Sterne Lokal „Jardin de France“ ausgesucht. In seiner französisch gehaltenen Begrüßung begründete unser Präsident Jean-Marc Culas die Wahl zum einen damit, dass  Frankreich das Mutterland der Feinschmeckerei sei und zum anderen, dass wir in Baden-Baden keine besseren französischen Botschafter dieser Lebenskunst finden können als das Ehepaar Sophie und Stéphan Bernhard.

Der Chefkoch Stéphan Bernhard persönlich stellte  das von ihm für uns  zusammengestellte Menu vor und förderte so die Vorfreude auf die zu erwartenden Genüsse.

Als Amuse Bouche gab es einen Capuccino aus einem feinen Karottenschaum, der in einem Espresso Tässchen gereicht wurde. So konnte man mit kleinen Löffelchen seine Geschmacksnerven ein wenig anwärmen. Schon mehr Zungenkunst verlangte das darauffolgende Hors d’œuvre: ein Taschenkrebs Rundling mit Avocadomousse Auftrag  umschlossen von einem verfeinerten Apfelgelée. Dazu natürlich entsprechende Weine komponiert. Nach diesem Auftakt konnten wir uns auf das Hochplateau des Hauptganges wagen:

Ein feines Reh Filet, dessen kleine Stücke je abwechselnd mit zierlichen Rehfleischküchlein, die ihrerseits auf Blinis aufruhten, im Kreis um ein Beet feiner Pilze und zartester Kleingemüse präsentiert waren. Ein Gaumenschmaus der besonderen Güte!

Beinahe zu rasch musste man von diesen Genüssen Abschied nehmen, um das Ganze mit einem Dessert ausklingen zu lassen: Ein herrliches Soufflé  akkordiert von einem Mandarinen Sorbet  und in ihrem eigenen Saft eingelegten geschälten Orangen. Diese waren in einem reagenzglasgroßen Einweckglas eingeschlossen und das wundervoll mühsame Auslöffeln ermöglichte, jedes Orangenschnitzchen  einzeln zu würdigen. 

Manch einer genehmigte sich zum Schluss einen Espresso und Anhänger der sog. guten, alten Zeit erinnerten sich daran, dass man ein solches Mahl früher mit einem Rauchopfer beendet hat: einer feinen Zigarette oder gar einer Cohiba!

Mit angeregtesten Tischgesprächen verging die Zeit im Fluge, so dass wir alle wohlgelaunt in die kalte badische Winternacht aufbrachen. Vielleicht erlebten wir den Beginn einer jährlichen Tradition.