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08.03.2014

Ausflug "In das Tal der Bilder"

Bericht: Dr. Heinrich Niederer
Bilder Gerhard Kesselhut und Frau Soika

Das war ein wirklich wundervoller Tag. Bei herrlichstem Wetter und in bester Laune brachen wir nach Offenburg auf.

Unser erstes Ziel war der Burda Media Park. Dort wurden wir aufs Freundlichste empfangen. Frau Albecker, eine Kunsthistorikerin, machte uns zunächst auf die Architektur des von Ingenhoven entworfenen Gebäudes aufmerksam. Dieses nach innen und außen  transparente Gebäude soll den kommunikativen Geist der darin tätigen Redakteure unterstützen, sind diese doch auf andauernden Austausch angewiesen, wenn sie dem Zeitgeist auf der Spur bleiben wollen. Im Gebäude erläuterte sie uns einige der vielen Kunstwerke, die der leidenschaftliche Sammler Dr.Hubert Burda dort präsentiert. Auch sie sollen die im Haus Tätigen zu immer "neuem Sehen" beflügeln - eine unerlässliche Kompetenz heutiger Medienschaffender!

Nach dem aufschlussreichen Rundgang führte uns Frau Albecker zum Media Tower vorbei an einer Gutenberg Statue und dem preisgekrönten, ebenfalls von Ingenhoven entworfenen Parkhaus. Mit einem Expresslift ging es in die 15. Etage mit ihrem sagenhaften Rundblick vom Schwarzwald bis zu den Vogesen. Das war der richtige Augenöffner für den Kurzfilm "Im Tal der Bilder" : Mit grandiosen Aufnahmen und einem kühnen historischen Blick wurde das Oberrheintal zwischen Basel und Mannheim zum europäischen Silicon Valley von Erasmus über Gutenberg bis zur "e-Mail- Schmiede" der Uni Karlsruhe.

Nach unserer Rückkehr auf den Boden führte uns Frau Dahmen in die Schanzstrasse zu der ehemaligen Privatvilla von Aenne Burda. In dem der Öffentlichkeit zugänglichen Erdgeschoss erfuhren wir eine außergewöhnlicher Gastfreundschaft: die Räume, die Speisen, Getränke, der Garten im schönstem Vorfrühlingsflor unter einem azurblauen Himmel : eines erhöhte das andere.

Anschließend erschloss uns Frau Dahmen, die Autorin der ersten  Biographie von Aenne Burda, das Leben und die Welt dieser bewundernswerten Frau. Ihre "Erzählungen" waren deshalb so authentisch und kompetent, weil sie Aenne Burda noch persönlich gekannt und Zugang zu allen wichtigen Archiven gehabt hatte. So fiel ihr es auch leicht, auf noch so detaillierte Fragen zu antworten.

Nach diesem Einblick in die "Burda Welt" brachen wir zusammen mit dem Offenburger Galeristen Hugo Näger zu einem Stadtspaziergang auf. Dank seiner Führung entdeckten wir das Wohnhaus und das Atelier des zur Zeit wohl am stärksten international beachteten Künstlers Offenburgs : Stefan  Strumbel. Einige Schritte daneben sahen wir das Haus der "Grande Dame" der Offenburger Künstler: Gretel Haas-Gerber. Bevor wir die neueste Ausstellung ihrer Werke in der Galerie Hagen aufsuchten, hielten wir noch im Hof des "Salmen", der Wiege der Badischen Revolution, inne und gedachten der schönen Träume von Männern wie Hecker und Struve. Und manch einer von uns überlegte,wie vieles von diesen Träumen noch der Erfüllung harrt. Nach einem ersten Eindruck vom Werk Gretel Haas-Gerbers hatten wir gerade noch die Kraft, ein Frühwerk Stefan Strumbels an einer Hauswand zu bewundern, um dann endlich im Panorama-Café Schöllmann am Marktplatz den Besuch der Ortenauer Metropole ausklingen zu lassen.

 

Nach dem Empfang im Medienpark werfen wir einen Blick...
... auf die Besonderheit des Gebäudes
Nach der Führung durch die moderne Kunst, geht es zum Media Tower...
... vorbei an dem Erfinder des modernen Buchdrucks...
zur Aussichtsplattform mit herrlichem Blick Richtung Schwarzwald ...
.. und auch über das Industriegebiet Richtung Elsaß
Wir dürfen Einblich nehmen in den Privatbereich von Anne Burda ...
... und werden im wunderschönen Treppenhaus empfangen
Nach einer kräftigen Stärkung in Form diverser Köstlichkeiten...
... bei herrlichstem Wetter auf der Terasse...
...lauschen wir den Ausführungen von Frau Dahmen über das Leben von Anne Burda
Ein Dank an die Referentin und auch an unseren Präsidenten für das wunderschöne Programm...
... das vor dem "Salmen" durch unseren "Henri le Rouge" fortgesetzt wird
Vor dem ersehnten Kaffe noch einen Blick auf das Frühwerk Stefan Strumbels