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„Enigma“ von Eric-Emmanuel Schmitt

Einführung in frz.Sprache in das Stück durch Madeleine Klümper-Lefebvre

Bericht: Günter F. Klümper

Am 20.September läutet das Theater Baden-Baden nach der Sommerpause die neue Spielzeit mit dem Stück <Enigma> von Eric-Emmanuel Schmitt ein.

Der  Titel des in Brüssel lebenden französischen Autors, von dem das TBB bisher schon 6 Stücke in Szene gesetzt hat, verweist auf eine  Komposition von Sir Edgar Elgar(1857-1934) „Enigma Variations“

Seitdem im April 2000 sein Stück<Hotel zu den zwei Welten> hier aufgeführt wurde, wissen wir, dass wir eines großen Theaterabends gewiss sein können, obwohl sich eigentlich wenig von dem, was man mit „action“ zu bezeichnen pflegt, auf der Bühne abspielt.

In einem spannenden Dialog  zwischen einem Schriftsteller, der seit Jahrzehnten  zurückgezogen auf einer norwegischen Insel nahe dem Polarkreis lebt und dessen menschliche Kontakte sich auf eine Putzfrau und Prostituierte, die einmal die Woche zusammen mit Lebensmitteln auf einer Fähre herangeschafft werden, mit einem Journalisten namens Larsen, dem die seltene Gnade widerfahren ist, von Znorko, dem Einsiedler, vorgelassen zu werden, erfährt der Zuhörer schrittweise des Rätsels Lösung.

Die Faszination des Stückes beruht auf einer Technik, die einen bis zum Schluss in Atem hält,  uns aber  nicht die Zeit lässt, jede Aussage der Protagonisten zerebral zu verarbeiten.    Deshalb auch fühlte sich Madeleine Klümper-Lefebvre wieder einmal in die Pflicht genommen, in einem Referat (in französischer Sprache) in das „Rätsel“ einzuführen.

Weniger  die Fremdsprache als  die scharfe Analyse der Referentin zwangen zum genauen Hinhören.

Man sollte in einen solchen Theaterabend über das Thema Liebe, die EES in zahlreichen Facetten durchspielt, nicht unvorbereitet gehen.

Die Referentin zitierte markante Textstellen und trug sie in einer Art szenischer Lesung vor, oft das eben Gesagte durch Wiederholung intensivierend.

Der Besuch dieser Einführung dürfte sich gelohnt haben, da dieses rätselhafte „Geschehen“ im Dialog, selbst auf Deutsch, an einem einzigen Theaterabend, ohne Vorbereitung,  die meisten von uns überfordern dürfte.