DFG Baden-Baden
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17.10.2013

„Baden und Napoleon 1804 bis 1815“

Bericht: DFG-Presse

Der Vortrag von Dr. Uwe Seetzen widmete sich dem Schicksal Badens unter dem bestimmenden Ein?uss Napoleons nach seiner Kaiserkrönung 1804. Er behandelte Baden aus strategischen Gründen bevorzugt und bedachte es 1805 mit dem bisher habsburgischen Breisgau.

Nach der von ihm arrangierten Heirat seiner Adoptivtochter Stephanie de Beauharnais mit dem badischen Thronfolger Karl erhob Napoleon Baden 1806 zum Großherzogtum. Dafür musste es dem von ihm dominierten Rheinbund beitreten und Truppen für seine zahlreichen Kriege stellen.

Nachdem Karl 1811 seinen Großvater Karl Friedrich als Großherzog beerbt hatte, musste er sich 1812 mit badischen Soldaten an Napoleons Russlandfeldzug beteiligen, obwohl seine Schwester Luise mit Zar Alexander I. verheiratet war.

Im Befreiungskrieg 1813 konnte Großherzog Karl nach Napoleons Niederlage in der Völkerschlacht bei Leipzig durch ein Versöhnungstreffen mit Alexander seinen Thron und das Großherzogtum retten, das in der Folge auch den Wiener Kongress ohne Gebietsverluste überstand.